Energiegeladen

In den letzten Monaten kam ich mit unzähligen Menschen in Kontakt. Klar, die Begegnung mit der Welt steht immerhin im Vordergrund meines Auslandsjahres. Allerdings beschäftige ich mich seither mit der Sinnhaftigkeit meines Einsatzes.

Was kann ich den Menschen geben? Was können sie mir geben?

Um ehrlich zu sein ist das Problem viel fundamentaler.
Denn es gibt zwei Sorten Mensch. Jene, die dir Kraft geben und jene, die dir Kraft nehmen.

Ja, und ist man sich derer Personen, die Kraft schenken, nicht bewusst treten die, die sie einem nehmen viel mehr in den Vordergrund. Das wesentliche ist, dass eine gute Balance zwischen Geber und Nehmer besteht.

Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass jeder jemanden braucht der einem die Sonne in den Alltag bringt. Gleichbedeutend sind die Menschen, die die Energie nehmen! Wir brauchen sie, um sich gebraucht zu fühlen. Vielleicht dient man manchmal als Kraft-schenker, nur damit der, in diesem Fall schwächere Mensch, einem anderen Kraft weitergeben kann.

Dabei fühlen wir uns vielleicht schnell ausgelaugt und möchten nicht zu viel unserer Energie schenken. Es ist ja auch viel zu anstrengend sich selbst zurückzunehmen, auf den anderen einzugehen und ihm/ihr ein offenes Ohr zu schenken. Es gibt sie aber, genau die Menschen die einen fühlen lassen, dass man nur gibt und nichts zurückbekommt. Sie sind alltäglich, allgegenwärtig.

Wir können sie aber nicht aus unserem Leben streichen. Denn eines kann ich dir sagen: Sie kommen immer wieder! Vielleicht ist das nicht immer ein und die selbe Person, sondern immer jemand anders. Es ist nicht der „nehmende“ Charaktertyp, den wir zu ändern versuchen sollten. Wir sollten versuchen mit diesen Menschen klar zu kommen.
Sie schreien nach unserer Energie. Und vielleicht können sie diese dazu nutzen einem anderen Kraft zu geben. Auch wenn es schwer zu glauben ist, aber wir können bei der Begegnung mit genau diesem Typ Mensch vieles lernen.

Sei dir im Klaren, wie sehr du deinen Horizont erweitern kannst, wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst! Ich kann dir nur sagen: Es gibt so tolle Menschen da draußen, die dir in den kleinsten Dingen soviel Kraft schenken können. Doch sie wird erst dann kräftig, wenn du sie auch anderen weiterschenkst!

In den letzten Monaten habe ich gelernt, dass gerade Menschen in Not, alte Menschen und Kinder beides zugleich sein können. Buchstäbliche Kraft-sauger und im selben Moment die herzerwärmendsten Kraft-schenker.

Herr W., welcher im Titelbild des heutigen Blogeintrags zu sehen ist, verstarb Ende Oktober. Drei Monate besuchte ich ihn wöchentlich. Er machte mich so wütend, wenn er, als wir auf der Straße gingen, nicht zugeben konnte, dass ihm schwindelig sei und fast umkippte. Er machte mich so wütend, er brachte mich aber auch so zum lachen und schlussendlich auch zum weinen. In seinen letzten Wochen bei ihm zu sein nahm mir viel Kraft aber gleichzeitig schenkte er mir soviel an wertvollen Erfahrungen und Ratschlägen.

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht ob das der richtige Ort für meine Gedanken ist. Ich weiß auch nicht, ob ich sie verständlich genug äußern konnte. Ob ich damit das aussagen konnte, was ich empfinde. Und ob es überhaupt Sinn macht. Doch vielleicht helfen dir diese Gedanken das nächste mal, wenn jemand oder etwas an deinen Nerven zerrt.

La revedere und bis nächstes Mal! 🙂

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Franz Plank sagt:

    Schön wärs, wenn man genug Energie für alle Fälle hat, bzw. die „Tankstellen“ nicht versiegen, das wünsch ich Dir, Maria!

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  2. hahaha dankeschön! 😀

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  3. Georg Waach sagt:

    Schöner Bericht! Ich wünsche dir sehr viel Kraft zum weiter Verschenken! Alles Gute und glg, Georg

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    1. Dankesehr Georg, wünsche ich dir auch! 🙂

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  4. Chris Küs sagt:

    Liebe Maria,
    es macht immer einen Sinn über seine Gefühle zu reden, zu schreiben. Und natürlich ist es nicht einfach. Was aber wichtig ist, dass du es überhaupt machst. Ich gehe davon aus, dass es eine Zeit gibt in der die „Kraftsauger“ in der Überzahl sind. Und du reichlich damit zu tun hast deine verbleibende Kraft zu sammeln und bei dir zu halten. ABER. Es wird auch eine Zeit da sein in der die „Kraftgeber“ in der Überzahl sind und du gar nicht weist wohin mit deinem ganzen Glück. Ich glaube es ist wichtig sich von der einen Seite nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Und sie ziehen hart an dir. Und sich von der anderen Seite nicht blenden zu lassen. Denn es ist eine Momentaufnahme. Irgendwo in der Mitte wird der Weg sein. Hoffe mit dem Pendel für dich in Richtung „Kraftgeber“.
    Glaube weiter an dich und du bekommst die Stärke deinen Weg zu meistern.

    LG, bis bald und lächeln NIE vergessen. 🙂

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    1. Lieber Chris,
      Ich glaube auch, dass es von großer Bedeutung ist. Aber dennoch ist es schwer die richtigen Worte für das zu finden, was man sagen möchte. 😉
      Ich muss sagen, ich lebe hier im guten Ausgleich von „Kraftsaugern“ und „Kraftgebern“ 🙂 Ich gebe dir recht und hoffe, dass du es auch schaffen kannst dich nicht von einer Seite blenden zu lassen.
      Danke für deine Worte 🙂

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